Dedicated To
Vivienne Spiteri, Joseph Macerollo
Execution Time
13'
Edition Type
Publishing House
Harpsichord Type
Double manual harpsichord
Harpsichord Range
FF-f''''
Electronic Equipment
Not used
Instrument Combination
1 Instrument or Voice and Harpsichord
Instrumentation
Harpsichord, Accordion
Number Of Players
2
Short Description
Am Anfang war das Ende
und Gott sah Anfang und Ende mit Wohlgefallen
Und er befahl dem Anfang und dem Ende sich zu trennen
Und sie sprachen Nein
Das missfiel dem Herrn und er wurde sehr ärgerlich
Und sagte Warum nicht?
Und der Anfang und das Ende sagten Wir können nicht
Und Gott sagte Was wollt ihr dann tun?
Anfang und Ende antworteten Sieh nur hin auf uns.
Neben dieser Passage aus Genesis 2 (aus dem 1987 veröffentlichten Buch „Afterworlds“ der bedeutenden kanadischen Autorin Gwendolyn MacEwens, *1941-†1987) die dem Stück quasi als Leitgedanke zugrunde liegt, flossen Elemente der chinesischen Musik und Literatur in den Entstehungsprozess von „in the beginning was the end“ ein - darunter auch eine weitere konkrete literarische Vorlage:„Klarheit und Licht ist das Bild des Himmels; Ausmaß und Umfang ist das Bild der Erde. Bewegung in der Zeit ist das Bild der wechselnden Jahreszeiten… Alles gemeinsam, die kurzen und die langen Rohre ergänzen sich zur Vollständigkeit und in jedem sind
Anfänge und Endpunkte angelegt. Melodie und Harmonie, hohe und
tiefe Töne wechseln einander ab, weben den Faden…“
( „Yüeh chi“, Buch der Musik, aus dem 1. Jh. v .Chr.)
Die Kombination von Akkordeon und Cembalo assoziierte die Komponistin mit einer altchinesischen Seidenmalerei, auf der Musiker mit der Mundorgel Sheng und der Wölbbrettzither Ch’in abgebildet sind. Für diese traditionellen chinesischen Instrumente hatte Hope Lee das erste Stück eines elfteiligen Zyklus komponiert der sich „auf musikalische, historische, poetische und literarische Elemente aus elf chinesischen Dynastien über einen Zeitraum von 5000 Jahren bezieht.
Die Verbindung von Aerophon (Sheng bzw. Akkordeon) und Chordophon (Ch’in bzw. Cembalo) verfolgt sie in „in the beginning was the end“ weiter.[1]
Dem Titel gemäß beginnt das Stück mit sehr ruhigen, lang gedehnten und danach wieder ersterbenden Einzeltönen „aus dem Nichts“ im Akkordeon und Flageolettklängen im Cembalo. Daraus entwickeln sich (in verschieden langen Solo- wie in Duopassagen) melodisch wie rhythmisch komplexe Strukturen, die in denen immer wieder auf das gleiche Tonmaterial zurückgegriffen wird. Die Übergänge zwischen einzelnen Teilen der Komposition (soweit man diese als Teile bezeichnen kann) erfolgen stets unmerklich. Das letzte Drittel des Stücks mündet in aufwühlende Clusterpassagen um schließlich wieder zum Anfangsmotiv und zur Atmosphäre des Beginns zurückzukehren.
[1] Herbert Schranz: „in the beginning was the end“, in: „Neustart.Tage der offenen Türen in Ossiach“. Gesamtprogrammheft zur Eröffnung des IZZM; 3./4.Juni 2010
| Year | Performers | Event | Promoter | Location | Country |
|---|---|---|---|---|---|
| * Performed for the first time | |||||
| 2010 |
|
Opening Concert of the IZZM (International Center of Contemporary Music), 3.6.2010 | Stift Ossiach, Barocksaal | Unknown | |
| 2011 |
|
"Flight Beyond The Time" | Essl-Collection, Schloss Möderndorf, 9.6.2011 | Austria | |
Work sent on February 5th 2010. Last update on February 5th 2010.
